September 2018

In diesem Édito für das dritte Quartal und für den Monat September werfen wir einen Blick auf die Entwicklung der Aktienmärkte seit Jahresbeginn und setzen diese in Beziehung zu der Wertentwicklung der Teilfonds der SICAV Rouvier.

Die beiden wichtigsten Aktienmärkte tendieren nach wie vor in entgegengesetzte Richtung: Während der europäische Index Eurostoxx 600 seit Jahresbeginn 1,5% im Minus liegt, verzeichnet der amerikanische S&P 500 ein Plus von 9%. Allerdings zeigt sich bei genauerer Betrachtung des S&P 500, dass die sogenannten GAFAM-Werte, also Aktien der IT-Giganten Alphabet (ehemals Google), Amazon, Facebook, Apple und Microsoft, zwar mit einem Indexanteil von 15% im gewichteten Durchschnitt annähernd 39% zulegen konnten, der Kursanstieg bei den übrigen Indexbestandteilen jedoch auf knapp 5% beschränkt blieb.
Während der US-Markt kurzfristig von den konjunkturstimulierenden und insbesondere fiskalpolitischen Maßnahmen der Trump-Regierung profitiert, dabei jedoch die langfristigen Folgen ignoriert, leidet der europäische Markt, dessen Wirtschaft viel stärker vom internationalen Handel abhängig ist, unter den ebenfalls von Trump befeuerten Spannungen im Welthandel sowie der politischen Instabilität innerhalb Europas.

Der Teilfonds Rouvier Valeurs, der zu 83% in Aktien investiert ist, konnte seit Jahresbeginn 1,5% zulegen. Ohne Berücksichtigung von Barmitteln und Kosten verzeichnet die Aktienkomponente einen Anstieg von 4,4%. Davon entfallen 2,7% auf europäische Werte und 14,5% auf die zu Diversifizierungszwecken eingegangenen Dollar-Positionen. Dies lässt auf eine gute Titelauswahl schließen.
Der Vergleich mit dem MSCI World-Index fällt weniger positiv aus, ist jedoch nicht unbedingt aussagekräftig, besteht dieser Index, der Aktien aus 23 Industrieländern umfasst, doch zu 61% aus amerikanischen Titeln. Dass dieser Index seit Jahresbeginn in Dollar um 5,4% zulegen konnte, ist allein diesen Werten zuzuschreiben, wobei die GAFAM-Komponente an dieser Wertentwicklung einen Anteil von 60% hatte. Wegen der seit Anfang des Jahres zu beobachtenden Dollarstärke beläuft sich die Wertentwicklung in Euro auf 9,5%. Der Einfluss der GAFAM-Titel und des Dollar auf die Entwicklung des Index wirkt sich in diesem Jahr negativ auf die Wertentwicklung unserer Fonds aus, was bereits seit Beginn der Aufwertung des Dollar (seit 2014 +16% gegenüber den wichtigsten internationalen Währungen) der Fall ist. Gleichzeitig scheint sich eine neue IT-Blase herauszubilden. Wir würden jedoch nicht wagen, unseren Kompetenzbereich zu verlassen und Entwicklungen an den Devisenmärkten vorherzusagen oder Unternehmen zu bewerten, deren Rentabilität gefährdet ist.

Nun zu den übrigen Teilfonds der SICAV: Die Wertentwicklung des Rouvier Évolution ( 1,1%) fällt wegen der systematischen Absicherung 2,6% niedriger aus, die naturgemäß erst dann positiv zum Tragen kommt, wenn es an den Märkten massiv und abrupt bergab geht.
Der Rouvier Europe (-5,2%) leidet weiterhin unter seiner offensiven Ausrichtung. Die negative Entwicklung seiner Aktienkomponente (-3,4%) ohne Berücksichtigung von Aufwendungen ist zu 2,1% auf Finanztitel, die 22% des Portfolios ausmachen, und zu 0,7% auf den Kurseinbruch von Atos zurückzuführen, über den wir im Édito des Vormonats berichtet haben. Wir glauben weiterhin an die Stärke und das Aufwärtspotenzial von Finanztiteln sowie von Atos.
Der Rouvier Patrimoine schneidet mit einem Minus von 0,7% seit Jahresbeginn nach wie vor besser ab als der Referenzindex für den Anleihemarkt, der 0,9% nachgab.

 

Monatliches factsheet