November 2018

Das dritte Quartal war von einer konjunkturellen Abkühlung geprägt. Die OECD weist für ihre Mitglieder einen BIP-Anstieg von 0,5% aus, verglichen mit 0,7% im Vorjahresquartal. Damit schrumpft das Wirtschaftswachstum für die letzten zwölf Monate auf 2,4%. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Plus von 2,7% zu Buche gestanden. Diese Verlangsamung ist in erster Linie auf jene Länder zurückzuführen, die besonders stark von ausländischen Märkten abhängig sind und zum internationalen Handel beitragen: Deutschland, Japan und die Schweiz verzeichneten im Quartalsverlauf jeweils einen Rückgang von 0,2%, 0,3% bzw. 0,2%.

Nachdem der IWF seine Prognose für das weltweite Wachstum 2018 und 2019 bereits im Oktober von 3,9% auf 3,7% gesenkt hatte, warnte er in Person von Christine Lagarde angesichts der aktuellen Sachlage nun vor Gegenwind für die Weltwirtschaft, der das Wachstum stärker ausbremsen könnte als bislang erwartet.

Die Wachstumsrisiken sind jedoch nicht überall gleich verteilt. Betrachten wir beispielsweise die Baubranche: LafargeHolcim freute sich im Rahmen seines Investoren-Tages Anfang Dezember über die gute Entwicklung des Konzerns in den meisten Regionen und erwartet, dass diese auch im kommenden Jahr andauern wird. Gleiches gilt für Investments in die Industrie 4.0: Diese technologische Welle steht, wie Rexel in seinem Ergebnisbericht vom 31. Oktober hervorhebt, erst am Anfang: Die Nachfrage nach Industrierobotern wird noch lange nicht nachlassen, weder in China noch in Europa oder den USA.

Werfen wir einen Blick auf die Lage an den Finanzmärkten: Die Aussichten auf eine Wachstumsverlangsamung dürften den allgemeinen Bewertungsniveaus wohl kaum zuträglich sein. Im Hinblick auf die Unternehmensbewertungen ist also Vorsicht geboten. Andererseits gibt es durchaus stabile Branchen. Unter diesen gilt es daher umso mehr, die wirklich guten Player zu ermitteln und bei der Titelauswahl strikt auf Qualität zu setzen Die Devise lautet: Value AND Quality.

Im November hat der amerikanische Index um 1,8% aufgewertet (+3,2% seit Ende 2017), während sein europäisches Pendant, der Stoxx600, um 1,1% nachgab (-8,2% im Jahresverlauf). Der Teilfonds Rouvier Valeurs verzeichnete ein Minus von 1,3%, zeigt sich jedoch seit Jahresbeginn mit -6,9% widerstandsfähiger als der europäische Index. Sein abgesichertes Gegenstück, der Rouvier Évolution, gab um 1,5% nach, da seine Absicherung auf den vorherrschenden Abwärtstrend nicht optimal abgestimmt ist. Der Rouvier Europe leidet angesichts eines Marktumfelds, in dem besonders defensive Titel profitieren, nach wie vor unter seiner offensiven Ausrichtung (-2,5% im November). Der Wertverlust des Rouvier Patrimoine hielt sich dank seines bewusst gering gehaltenen Aktienanteils mit -0,3% in Grenzen.

 

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