März 2018

Für die Aktienmärkte begann das Jahr 2018 so, wie das für sie positive Jahr 2017 geendet hatte, seit Ende Januar ist die Volatilität jedoch wieder gestiegen. Dies zeigt sich am amerikanischen S&P 500, der zunächst bis zum 26. Januar um 7,4% gestiegen ist und dann bis Ende März um 8% nachgegeben hat. Der Eurostoxx 600 verzeichnete in diesem Zeitraum zunächst ein Anstieg um 3,6% und anschließend einen Rückgang um 7,9%. Unsere Referenzindizes MSCI World Net und MSCI Europe Net verzeichnen indes zum Quartalsende einen Rückgang um 3,7% bzw. 4,3%, wobei sich der Rückgang im März auf 3,1% bzw. 2% belief.

Der Wiederanstieg der Volatilität ist in erster Linie auf die Sorge vor einer Rückkehr der Inflation in den Vereinigten Staaten zurückzuführen, die durch die Arbeitsmarktzahlen und den Anstieg der Löhne und Gehälter in den USA Ende Januar genährt wurde. Das Weiße Hause hat seither mit zahlreichen umstrittenen Ernennungen, alarmierenden Äußerungen und besorgniserregenden Maßnahmen in Bezug auf Schutzzölle zu einem weiteren Volatilitätsanstieg beigetragen. Das politische Umfeld in den USA scheint sich auch im Vorfeld der selten so hart umkämpften Zwischenwahlen alles andere als zu beruhigen. Da die zehnjährigen Zinsen in den USA nach einem Höchststand von 2,94% Ende Februar zum Monatsende März auf 2,7% abgesunken sind (2,46% Ende 2017), könnte man annehmen, die Inflationsängste hätten sich gelegt. Dieser Rückgang der langfristigen Zinsen spiegelt jedoch vielmehr einen Wechsel der Anleger hin zu "risikolosen" Anlagen wider.

Die Tatsache, dass die Bewertungskennzahlen für die Gewinnerwartungen zu Jahresbeginn deutlich über dem historischen Durchschnitt lagen (18,5 für den amerikanischen und 15,2 für den europäischen Markt), trägt zur Volatilität in den besonders empfindlichen Sektoren bei. Dies zeigt sich beispielsweise an den Börsenkursen von Google (Alphabet) / Amazon / Facebook / Apple, aber auch von Tesla oder Microsoft. Die Anleger zeigen sich plötzlich misstrauisch gegenüber Geschäftsmodellen, die auf einem unsicheren Rechtsrahmen basieren, wie es bei der Verwendung von Nutzerdaten durch Facebook oder Google der Fall ist, oder gegenüber sehr langfristig erwarteten Gewinnen wie bei Amazon (der Titel ist mit dem 235-fachen des Gewinns für 2017 bewertet).

Sofern es aufgrund der Veröffentlichung der besonders beachtenswerten Zahlen für das erste Quartal nicht zu einer Trendumkehr kommt, geben unsere Treffen mit Unternehmen keinen Anlass, an unserer Wahrnehmung eines günstigen makroökonomischen Umfelds zu zweifeln. Die hohen Bewertungen und die gestiegene Volatilität erfordern jedoch eine erhöhte Wachsamkeit hinsichtlich der Qualität der Unternehmen im Portfolio, der Nachvollziehbarkeit ihrer Prognosen und der Angemessenheit ihrer Bewertungen.

Die Aktienfonds der SICAV Rouvier, die nach einem „Quality & Value“-Ansatz verwaltet werden, verzeichneten in diesem Quartal lediglich einen moderaten Rückgang: Der Rouvier Valeurs gab 2,3% nach, der Rouvier Europe verlor 3,4%. Der Rouvier Évolution liegt ebenfalls 2,3% im Minus, nachdem er während des Aufschwungs einen geringeren Anstieg und während des Abschwungs einen geringeren Rückgang verzeichnet hat. Der Rouvier Patrimoine hat beim Fondsvolumen die Schwelle von 400 Millionen überstiegen und liegt bei der Wertentwicklung mit -0,4% leicht im negativen Bereich.

Monatliches factsheet