März 2017

Die seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten herrschende Hochstimmung an den Aktienmärkten blieb im ersten Quartal ungebrochen.

Nach einem Plus von 7,2% im November/Dezember 2016 legte der amerikanische S&P 500 5,5% zu, während der Eurostoxx 50 seine Aufholjagd mit einer Steigerung von 11,3% im November/Dezember und nun 6,3% fortsetzte. Gleichzeitig zeugt die geringe Volatilität der Indizes von dem sich seit Jahresbeginn manifestierenden festen Glauben der Märkte an eine Erholung am Aktienmarkt.

Der amerikanische Markt wird indes derzeit mit dem 17,5-fachen des erwarteten Gewinns bewertet, womit die Bewertung ausgereizt scheint. Hatten die Anleger doch voll darauf gebaut, dass die von Trump in puncto Deregulierung, Steuersenkungen und staatlichen Investitionen angekündigten Maßnahmen steigende Gewinne bescheren würden, dürften sie nun enttäuscht sein, dass diese weniger radikal als erhofft und langsamer als erwartet umgesetzt werden, wie der gescheiterte Reformversuch zu Obamacare zeigt. Zwar stehen die Zeichen für die amerikanische Wirtschaft weiterhin auf grün, die Investitionsbelebung im Unternehmenssektor lässt jedoch auf sich warten. Besonders deutlich wird dies am Beispiel der von vielen Anbietern konstatierten Schwäche des LKW-Sektors.

Mit einer Kennzahl von 14,7 scheint der europäische Markt schon eher angemessen bewertet. Ausschlaggebend sind hier sicherlich die höheren Gewinnerwartungen für 2017 (+18%). Doch tatsächlich mehren sich von Monat zu Monat die Zeichen eines Konjunkturaufschwungs in Europa, wobei weiterhin Spielraum nach oben besteht. So sank die Arbeitslosenquote im Februar auf den niedrigsten Wert seit 2009, bewegt sich mit 9,5% aber nach wie vor auf hohem Niveau. Dabei darf nicht vergessen werden, dass das politische Klima dieses Jahr das größte Risiko für den europäischen Markt darstellt.

Seit Jahresbeginn verzeichnen die Aktienfonds der SICAV Rouvier an diesem bislang wachstumsträchtigen Markt eine positive Wertentwicklung: Der Rouvier Valeurs legte 4,5% zu, sein abgesichertes Pendant, der Rouvier Evolution, 2,3% und der Rouvier Europe 5,4%. Zuzuschreiben war dies den guten Gesamtjahreszahlen für 2016, die im ersten Quartal veröffentlicht wurden.

Belastet wurde die Wertentwicklung im März hingegen durch Gemalto, einen der wichtigsten Titel in den Fondsportfolios. Das Unternehmen gab am 22. März wegen der deutlichen Wachstumsverlangsamung im US-Bankkartengeschäft eine Gewinnwarnung ab. Dabei handelt es sich um die zweite Gewinnwarnung innerhalb von sechs Monaten, allerdings aus verschiedenen Gründen: Im September führte die Entscheidung des Managements, trotz der schwächeren Konjunktur an den Investitionsplänen festzuhalten und so Einbußen beim operativen Ergebnis 2017 in Kauf zu nehmen, zu der Gewinnwarnung. Im Fall der aktuellen Warnung betreibt das neue Management Schadenbegrenzung und schraubt das Gewinnziel nach unten. Entsprechend korrigieren wir unsere Bewertungsannahmen nach unten, schätzen jedoch, dass der Fair Value der Aktie mit Blick auf die langfristige Entwicklung weiterhin deutlich über dem aktuellen Kurs liegen wird und der Titel somit unverändert hohes Aufwärtspotenzial birgt.

Der Teilfonds Rouvier Patrimoine verzeichnete im Quartalsverlauf wegen der Verluste am Anleihemarkt eine Wertentwicklung von knapp 1%. Das Sicherheitsprofil des Fonds wurde verstärkt, da die bevorstehenden Wahlen mit einem Anstieg der Volatilität einhergehen könnten. So wurde das Engagement in französische Unternehmensanleihen zugunsten internationaler Unternehmenspapiere mit variabler Verzinsung verringert.

Monatliches factsheet