Juli 2018

Im Monatsverlauf Juli haben die wichtigsten Aktienindizes einen Wertzuwachs verzeichnet. So erzielte der amerikanische S&P 500 ein Plus von 3,6% und der europäische Stoxx 600 lag mit 3,07% im Plus. Die Märkte scheinen die Auswirkungen der von Donald Trump aufgeführten Seifenoper, die infolge des schrumpfenden Welthandels potenziell zu einer Rezession führen könnte und aufgrund der höheren Importpreise und des gestiegenen Haushaltsdefizits die Inflation anheizt, zu ignorieren und ausschließlich Augen für die Wirkung der steuerlichen Maßnahmen auf das Gewinnwachstum zu haben. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen der Unternehmen geben den Märkten offenbar Recht.

In Bezug auf den Welthandel ist anzumerken, dass Kühne & Nagel im Seefrachtbereich mit einem Volumenanstieg von 4% im zweiten gegenüber 2% im ersten Quartal eine solide Entwicklung verzeichnet. Dies entspricht einem Gesamtwachstum von 3% auf Halbjahressicht, das sich mit den Erwartungen für das Gesamtjahr deckt. Ähnliches lässt sich über den Luftfrachtbereich mit einem erwarteten Volumenwachstum von 4% berichten.

Am Beispiel der BASF zeigt sich, dass es auch um die Wirtschaftsaktivität im Industriesektor gut bestellt ist. Der Konzern verzeichnete im zweiten Quartal ein organisches Wachstum von 9%, davon 3% Volumenwachstum. Die BASF kann somit ihre Prognosen für 2018 bestätigen und rechnet weltweit mit einem Wachstum der Chemiebranche von 3,4%, getragen von einer Zunahme der Aktivität im Industriesektor um 3,2% und einem weltweiten BIP-Wachstum von 3%. Was die Investitionstätigkeit anbelangt, so hat die starke Entwicklung von Schneider Electric im ersten Halbjahr mit einem organischen Wachstum von 7,3% das Unternehmen dazu bewogen, seine Wachstumsziele für das Jahr von 3/5% auf 5/6% nach oben zu korrigieren.

Auch der Anstieg der Auftragszahlen bei Kion (Gabelstapler und integrierte Logistiksysteme, +11,9% gegenüber dem ersten Halbjahr 2017), Bobst (Hersteller von Maschinen für die Verpackungsindustrie und somit ein sehr guter Indikator mit einem Zuwachs von +13%) und Manitou (kleine Geländefahrzeuge für Baustellen, +10%) zeugt von der Zuversicht der Wirtschaftsakteure.

Die Teilfonds der SICAV Rouvier setzen ihre positive Entwicklung fort. Der Rouvier Europe schnitt im Juli mit einem Plus von 3,3% auf Monatssicht besser ab als der MSCI Europe net mit einem Zuwachs von 3,1%, was der Fonds insbesondere seinen Positionen in Industrietiteln verdankt. Der defensiver ausgerichtete Rouvier Valeurs verzeichnete im Monatsverlauf indes lediglich ein Plus von 2,7%. Der Rouvier Patrimoine hat in Einklang mit seiner ganz auf Kapitalerhalt ausgerichteten Zielsetzung wieder seinen zu Jahresbeginn verzeichneten Stand erreicht, während der Rouvier Évolution nach einem Anstieg von 1,6% während des Monats im bisherigen Jahresverlauf ein leichtes Minus von 0,1% verbuchte.

In der zweiten Jahreshälfte werden wir die makroökonomische Entwicklung wachsam beobachten, wobei ein besonderes Augenmerk auf etwaige Anzeichen für einen Rückgang der weltweiten Handelstätigkeit und/oder einen Inflationsanstieg gerichtet sein wird. Der permanente Anspruch an die Qualität unserer Anlagen und der Fokus auf den Bewertungen, um deren Überprüfung wir uns kontinuierlich bemühen, sind weiterhin unsere wichtigsten Trümpfe, um von der Entwicklung zu profitieren.

Monatliches factsheet