Februar 2017

Diesen Monat befassen wir uns erneut mit der Analyse von Unternehmenzahlen, die wir im Hinblick auf die Erkenntnisse ausgewählt haben, die wir bezüglich der Wahrnehmung des Umfelds und der Verwaltung unserer Fonds aus ihnen ziehen können.

Das von uns als verlässlicher Indikator für die Lage im verarbeitenden Gewerbe angesehene Unternehmen BASF gab für 2016 ein organisches Wachstum um 2% bekannt, wobei im vierten Quartal eine besonders deutliche Steigerung verzeichnet wurde (+6%). Angesichts eines negativen Preiseffekts (-4%), der Abtretung des Gasspeichergeschäfts (-15%) und negativer Wechselkurseffekte (-1%) sind die ausgewiesenen Umsatzzahlen um 18% rückläufig. Dagegen hat sich die operative Marge von 9,4% auf 10,6% auf vergleichbarer Basis (9,6% auf 11% ausgewiesen) deutlich verbessert.
Da der Titel im Jahresverlauf 25% aufgewertet hat und somit keinen Abschlag mehr bietet, haben wir ihn gemäß unseres Anlageansatzes veräußert.
Die Wachstumserwartungen der Gesellschaft für 2017 entsprechen denen des Vorjahres (+2,3% für die Weltwirtschaft), wobei eine erneute Wachstumsverlangsamung in China und ein Ende der Rezession in Russland und Brasilien angenommen wird.

 Peugeot, ist angesichts der für 2016 erfolgten Veröffentlichung eines um 2,1% gestiegenen Umsatzes und insbesondere eines um 18% gestiegenen Betriebsergebnisses sowie einer Verdoppelung des Nettogewinns gut aufgestellt, seinen Aktionären nach sieben mageren Jahren in diesem Jahr eine Dividende vorzuschlagen.
Diese Ergebnisse verdankt das Unternehmen dem Aufschwung seiner Automobilsparte mit einer operativen Marge von 6%, die im Jahr 2013 noch im negativen Bereich lag (-2,8%), und einem Free Cashflow von 2,7 Mrd. Euro (2013: -1 Mrd. Euro). Die Zahlen belegen, wie hoch der Kostenstruktureffekt ist, den ein gutes Management aus einem Aufschwung in einem zyklischen Sektor ziehen kann, und verdeutlichen das Aufwärtspotenzial an den Börsen, wenn der Markt hiervon Wind bekommt: Der Titel hat seit Anfang Juli 2016 um knapp 90% aufgewertet und besitzt weiteres Aufwärtspotenzial, weshalb er auch weiterhin im Fonds Rouvier Europe enthalten ist.
Mit Ausnahme von China, wo ein Wachstum von 5% erwartet wird, geht die Gesellschaft für dieses Jahr von einer stabilen Lage am Automobilmarkt aus.

Nestlé veröffentlichte für 2016 ein organisches Wachstum von 3,2%, was einem Abschwung gegenüber dem Vorjahr (+4,2%) darstellt, verzeichnet jedoch ein anhaltendes Wachstum der operativen Marge (15,3% für 2016 gegenüber 15,1% für 2015). Diese Zahlen basieren auf einer Erneuerungsstrategie und der Erweiterung des Produktangebots im Premiumsegment, die es Nestlé ermöglicht haben, das Umsatzvolumen trotz des starken Wettbewerbsdrucks in den entwickelten Ländern aufrechtzuerhalten und seine Preissetzungsmacht gegenüber der Mittelschicht in den Schwellenländern zu stärken.  
Die Gesellschaft erwartet für 2017 ein organisches Wachstum von 2% bis 4% und kündigt eine künftige Wachstumsvorgabe von 5% bis 2020 an, die über dem Wachstumspotenzial der Weltwirtschaft liegt, jedoch noch nicht an die historische Entwicklung heranreicht.
Der Markt baut auf diese Wachstumsperspektive und auf die Dividendenrendite von über 3%, weshalb der Titel weiterhin als „sicherer Hafen“ gilt. Der unserer Ansicht nach mit seinem Fair Value bewertete Titel bleibt weiterhin Bestandteil des Fonds Rouvier Valeurs.

Der Rouvier Valeurs ist derzeit zu knapp 90% in Aktien investiert, von denen 75% an einer europäischen Börse notiert sind. Der Nettoinventarwert des Fonds ist auf dem höchsten Stand seit seiner Auflegung 1991.
Sein abgesichertes Pendant, der Rouvier Évolution, wies dagegen Ende Februar unter Berücksichtigung seiner Absicherungsstrategie, deren Kosten kontinuierlich sinken, eine Aktienquote von 70% auf.
Der Rouvier Europe ist vollständig investiert (zu 98%) und umfasst 33 Positionen. Sein Portfolio bietet gemessen an unserer Bewertung seines Fair Value einen Abschlag von 26%.
Der Rouvier Patrimoine zeichnet sich weiterhin durch konservative Rentenanlagen mit hoher Liquidität aus. Das Portfolio besteht überwiegend (zu knapp 54%) aus deutschen Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit. Der Aktienanteil liegt konstant bei etwa 19%.

 

Monatliches factsheet