Dezember 2017

2017 war ein gutes Jahr für die Weltwirtschaft, auch wenn es geprägt war von schweren Klimakatastrophen, geopolitischen Turbulenzen und berechtigten Sorgen in Bezug auf die Abkehr von der Niedrigzinspolitik. All dies konnte dem Aufwärtstrend an den Finanzmärkten indes wenig anhaben. Der europäische Aktienindex MSCI Europe (bei Wiederanlage der Dividenden) verzeichnete ein Plus von 10,2% und schnitt damit besser ab als der auf Euro lautende weltweite Index, der wegen der Aufwertung der europäischen Einheitswährung nur um 7,5% zulegen konnte.

Mit einem KGV von 15,2 bzw. 18,5 liegt die Bewertung des europäischen und vor allem des amerikanischen Marktes mittlerweile deutlich über dem historischen Durchschnitt. Zwar kann man noch nicht von überzogenen Bewertungen sprechen, Vorsicht ist jedoch geboten, zumal die durch Prognosen des IWF und der meisten Volkswirte gestützten Wachstumsaussichten bereits eingepreist sind, aber wenig Spielraum für Aufwärtskorrekturen besteht. Dem US-Markt haftet zudem das Risiko an, dass das von Präsident Trump lancierte Steuerprogramm über den unmittelbaren Mitnahmeeffekt auf die Gewinne 2018 hinaus nicht die erwarteten Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben wird.

Die Teilfonds der SICAV konnten zum 31. Dezember 2017 eine ansehnliche Wertentwicklung vorweisen.
Beim Rouvier Patrimoine lag die Priorität nach wie vor auf Kapitalerhalt. Die Anleihekomponente verzeichnete ein Plus von 0,5%, während der Index weiterhin in negativem Terrain verharrte (-0,4%). Trotz der durch das Sicherheitsprofil bedingten Reduzierung auf 16% Ende Dezember bescherte die Wertentwicklung der Aktienkomponente (+17%) dem Fonds auf Jahressicht einen Anstieg von 2,4%.
Der Rouvier Valeurs erzielte im Jahresverlauf eine Wertsteigerung von 13,7%, wobei der Aktienanteil von 87% Ende 2016 auf 81% Ende 2017 reduziert wurde und die Bewertung weiterhin einen Abschlag von mehr als 12% gegenüber dem Fair Value aufweist. Sein abgesichertes Pendant, der Rouvier Évolution, verzeichnete ein Plus von 8%. Die dauerhafte Absicherung erwies sich als kostspieliger als im Vorjahr, verschafft dem Fonds jedoch einen zunehmenden Vorteil, je ausgereizter die Bewertungen der Märkte sind.
Hinter dem Rouvier Europe liegt ein schwieriges Jahr, das ganz im Zeichen der Abwicklung der Banco Popular stand. Insgesamt belief sich die Wertentwicklung auf 8,7%. Zum Jahresende konnte der Fonds an die zu Jahresbeginn verzeichnete gute Entwicklung (+9,5% Ende Mai, verglichen mit +8,9% für den Index) anknüpfen und im Dezember 2,1% zulegen, während der Index lediglich ein Plus von 0,8% verzeichnete. Die Bewertung weist weiterhin einen Abschlag von mehr als 18% gegenüber dem Fair Value auf, was mit Blick auf 2018 optimistisch stimmt.

Im neuen Jahr ist Vorsicht das Gebot der Stunde und bietet eine Verbesserung der Fundamentaldaten, die in direktem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen steht, heute mehr denn je den besten Schutz für Anleger. Vor diesem Hintergrund setzen wir weiterhin auf die Auswahl von Titeln, die in unseren Augen langfristig eine angemessene und faire Bewertung versprechen.

 

 

 

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